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Die Schnittstelle zwischen Recht, Technologie und Management

Wer im globalen Wettbewerb steht, wer exportiert, Kapital im Ausland investiert, oder Unternehmen im In- oder Ausland gründen oder führen will, braucht kompetente Beratung.

Die JORDAN & WAGNER Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat sich auf Unternehmen des exportorientierten Mittelstandes spezialisiert.

Rechtssicherheit sollte bei der Erschließung neuer, nationaler und internationaler Märkte und um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, eine Grundvoraussetzung sein.

Seit 01.01.2000 beraten und unterstützen wir unsere Mandanten bei den Themen #Business Transformation und #Digitalisierung.

Seit 25 Jahren erweitern wir hierzu unser Leistungsportfolio kontinuierlich – stets im Einklang mit den sich wandelnden wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Spezialisierung und langjährige Erfahrung ermöglichen es uns, maßgeschneiderte Beratung auf höchstem Niveau anzubieten.

Mit der konsequenten Ausrichtung auf #Informationstechnologie, #Datenschutz, #Gewerblicher Rechtsschutz, # Handel & Vertrieb, #Wirtschaftsrecht, beraten wir Produzierende-, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen.

Ob  Start-up  oder börsennotierter   Weltmarktführer, ob  KMU oder international tätiger Technologiekonzern, ob  Hidden Champion oder etablierter Markenhersteller, wir bilden die Schnittstelle zwischen Recht, Technologie und Management.

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Mittwoch, 25.11.2026

„Der Weg zur Beherrschung der IT-Compliance-Risiken“

Die rechtlichen, normativen und betriebsspezifischen IT-Compliance-Verpflichtungen werden zunehmend komplexer und unterliegen einer dynamischen Veränderung. Um dennoch Compliance-Verstöße, Haftungs- und Schadensrisiken nachhaltig zu vermeiden, ist die systematische Steuerung und Kontrolle der IT-Compliance mit Hilfe eines ganzheitlichen IT-Compliance-Managementsystems (IT-CMS) zielführend. In diesem Training erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die IT-relevanten Gesetze, Verordnungen und Standards. Beispiele aus der aktuellen Rechtsprechung verdeutlichen die Verantwortlichkeiten und Organisationspflichten. Sie lernen, wie die IT-Compliance-Verpflichtungen in den Unternehmensprozessen eingehalten und die Compliance-Risiken reduziert werden können. Workshops aus der IT-Praxis ermöglichen es Ihnen, das Gelernte direkt in Ihrem Arbeitsumfeld anzuwenden.

Events-Archiv

NEWS · NACHRICHTEN

Auch Wahrheit kann täuschen – Grenzen journalistischen Framings

LG Berlin II: Wann auch eine auf zutreffenden Tatsachen beruhende Berichterstattung persönlichkeitsrechtliche Grenzen überschreiten kann – und was dies für die Praxis bedeutet.

Das Landgericht Berlin II hat sich in seinem Urteil vom 28.07.2026 - 27 O 244/26 eV mit den persönlichkeitsrechtlichen Grenzen journalistischer Berichterstattung befasst. Im Mittelpunkt steht die Frage, unter welchen Voraussetzungen die selektive Wiedergabe wahrer Tatsachen einen unzutreffenden Gesamteindruck vermitteln und dadurch Rechte der Betroffenen verletzen kann.

Die Entscheidung verdeutlicht: Auch sachlich zutreffende Einzelinformationen können in ihrer Gesamtdarstellung rechtlich problematisch sein, wenn durch Auslassungen, Gewichtungen oder eine einseitige Kontextualisierung ein im Kern falscher Eindruck entsteht.

Für die Praxis ist das Urteil insbesondere für Medienunternehmen, Redaktionen sowie die Unternehmenskommunikation von Bedeutung. Es unterstreicht die Notwendigkeit, bei zugespitzten Darstellungen nicht nur die Richtigkeit einzelner Aussagen, sondern auch deren Aussagegehalt im Gesamtzusammenhang zu berücksichtigen. Maßgeblich bleibt dabei stets die Abwägung mit der verfassungsrechtlich geschützten Presse- und Meinungsfreiheit.

Weiterführende Informationen: Die Entscheidung und ihre praktischen Konsequenzen hat Rechtsanwalt Dr. Thomas A. Degen in seinem Fachaufsatz „Richtige, aber bewusst unvollständige Berichterstattung kann unwahr sein, LG Berlin II 28.7.2026 – 27 O 244/26 eV“, GRURPrax 2026, 684 näher untersucht und rechtlich eingeordnet.

Cyber Resilience Act 2026: Neue Meldepflichten für Software und vernetzte Produkte – was Unternehmen jetzt beachten müssen

Mit dem europäischen Cyber Resilience Act (CRA, Verordnung (EU) 2024/2847) werden umfassende, unionsweit einheitliche Cybersicherheitsanforderungen für zahlreiche Produkte mit digitalen Elementen eingeführt. Betroffen sind insbesondere Hersteller von Software, vernetzten Geräten und industriellen IT-Produkten.

Seit dem 11. September 2026 gelten bereits verbindliche Meldepflichten. Hersteller müssen ihnen bekannt gewordene, aktiv ausgenutzte Schwachstellen ihrer Produkte sowie schwerwiegende Sicherheitsvorfälle im Sinne des CRA grundsätzlich innerhalb von 24 Stunden erstmals und innerhalb von 72 Stunden ergänzend melden. Hinzu kommen weitere Berichtspflichten. Die Meldungen erfolgen über die zentrale Meldeplattform der europäischen Cybersicherheitsagentur ENISA. Weitere Einzelheiten erläutert die Europäische Kommission zu den CRA-Meldepflichten.

Die wesentlichen weiteren Anforderungen des CRA werden ab dem 11. Dezember 2027 anwendbar. Die bereits geltenden Meldepflichten erfassen grundsätzlich auch Produkte, die schon zuvor auf dem EU-Markt bereitgestellt wurden. Unternehmen sollten daher frühzeitig prüfen, ob und in welchem Umfang ihre Produkte und Geschäftsmodelle dem CRA unterliegen.

Besonderer Handlungsbedarf besteht insbesondere bei folgenden Fragen:

  • Welche Software- und Hardwareprodukte fallen in den Anwendungsbereich des CRA?

  • Wie müssen Schwachstellenmanagement, Sicherheitsupdates und Meldeprozesse organisiert werden?

  • Welche Anforderungen ergeben sich für Produktentwicklung, technische Dokumentation und Cybersicherheits-Risikomanagement?

  • Wie sollten Sicherheits-, Update- und Mitwirkungspflichten zwischen Herstellern, Softwareentwicklern, Zulieferern und IT-Dienstleistern vertraglich geregelt werden?

  • Welche Auswirkungen ergeben sich auf Produkthaftung, Geschäftsleiterverantwortung und bestehende IT-Compliance-Strukturen?

Unsere Einschätzung: Der CRA ist weit mehr als eine technische Sicherheitsverordnung. Er verlangt eine frühzeitige Auseinandersetzung mit Produktverantwortlichkeiten, Entwicklungs- und Lieferverträgen, Sicherheitsprozessen und bestehenden Compliance-Strukturen. Gerade die rechtssichere Gestaltung der vertraglichen Verantwortlichkeiten kann entscheidend dazu beitragen, regulatorische und wirtschaftliche Risiken zu begrenzen.

Die Jordan & Wagner Rechtsanwaltsgesellschaft mbH begleitet Unternehmen bei der rechtlichen Einordnung europäischer IT-Sicherheitsanforderungen sowie bei der Gestaltung und Überprüfung von IT-Verträgen, Haftungsregelungen und Compliance-Strukturen.

Sie möchten wissen, welche Anforderungen des Cyber Resilience Act für Ihr Unternehmen gelten? Gerne unterstützen wir Sie bei einer strukturierten rechtlichen Bestandsaufnahme und der Entwicklung geeigneter Maßnahmen.

Ihre Ansprechpartner

Dr. Thomas A. Degen
Rechtsanwalt | Fachanwalt für IT-Recht
IT-Recht · Cybersecurity · Datenschutz

Peter Wagner
Rechtsanwalt | Mediator
IT-Vertragsrecht · Vertriebsrecht · Compliance

Tilo Schindele
Rechtsanwalt
IT-Vertragsrecht · Exportkontrolle · Compliance

Jordan & Wagner Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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